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Tod an der Fleischtheke

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Obwohl der Missbrauch von Tieren moralisch nicht zu rechtfertigen sei, sei „die Tierindustrie insgesamt ein mit bürokratischer Genauigkeit organisiertes, rational geordnetes Unternehmen“, meint der Ethiker Thilo Hagendorff

Foto: Shotshop/IMAGO

Qualvoll gezogen, transnational transportiert und im Akkord geschlachtet: Allein in Deutschland sterben mehr als 700 Millionen Tiere jährlich für den menschlichen Konsum. Ihr Leid findet unter Ausschluss der Öffentlichkeit statt und steht in keinerlei kognitivem Bezug mehr zum Fleisch an der Billigtheke. Die Verhätschelung von Haustieren ist angesichts der globalen Tierindustrie schizophren. Belegt doch gerade die Haustierhaltung die selektive Wahrnehmung moderner Gesellschaften, die bestimmte Tierarten in ihre Familien integriert, aber an…

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