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Kein Stein blieb

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Ein DDR-Jugendorchester auf der Leipziger Herbstmesse

Foto: Imago Images/United Archives

Es gilt auch fürderhin, dass nicht nur wichtig ist, was gesagt wird, sondern auch, wer es sagt. Der Soziologin, Ethnografin und Kulturphilosophin Yana Milev, die 1964 in Leipzig geboren wurde und in der DDR aufwuchs, ließe sich – und das wird geschehen – unterstellen, dass sie als „Ostdeutsche“ gar nicht in der Lage sei, die Ursachen sozialer Verwerfungen im Osten Deutschlands, wie sie seit 1990 da sind und fortleben, zu untersuchen. Zu eng geführt der Blick, weil selbst ja irgendwie betroffen.

Und tatsächlich pflegt Milev auch in ihrem neuen Buch Das Treuhand-Trauma eine klare und nicht allzu sehr um Ausgleich bemühte Sprache. Sie ist ganz und gar nicht nett. Dies aber auf dem Boden fundiert…

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