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Ein Nazi als US-Präsident

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David Krumholtz (l.) und Anthony Boyle in „The Plot Against America“

Foto: HBO/SKY

Einer der Vorteile eines „Alternate History“-Romans sollte darin bestehen, dass er nicht von tatsächlichen Geschehnissen eingeholt werden kann. Die Nazis haben den Zweiten Weltkrieg verloren, und so gerne man im Genre Alternativgeschichte der Frage „Was wäre, wenn sie gewonnen hätten?“, nachgeht, so aufgehoben fühlt man sich doch in dem, was wirklich passiert ist. Als Philip Roth 2004 seinen Roman Verschwörung gegen Amerika herausbrachte, in dem er den Nazi-Sympathisanten Lindbergh die Präsidentschaftswahl 1940 gewinnen lässt, hatte der Autor laut eigener Aussage keine politische Parabel im Sinn. Selbst für die Bush-junior-Jahre war das eine weit hergeholte Vorstellung: dass ein populistischer Prä…

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