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Meisterdenkers Hoppelpoppel

Was für ein Stoff! Ist nicht der Untergang der multikulturellen babylonischen Mega-City ein bis heute gültiges Menetekel? Und die Sintflut ein treffendes Bild für die Folgen des Kriegs der Menschheit gegen die Natur?

Doch Librettist Peter Sloterdijk mischt sich auf der Opernbühne in keine Debatte ein, täuscht Gedankenschwere vor, schwatzt dem Bildungsbürger mythisches Geschwurbel auf. Schwatzen kann er, weiß Gott. Seine Religionsrevue provoziert nicht, serviert bloß ein Hoppelpoppel aus Zutaten vom Gilgamesch-Epos bis zum alten und neuen Testament und dessen „O mein Gott, warum hast du mich verlassen“. Alle guten Geister haben den Dichter verlassen. Zu hören ist ein rechter Schmarrn. Wenn es wenigstens einer im politischen Sinne wäre, so dass man mit ihm streiten könnte. Dem Haus- und H…

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