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„Er dichtete über Gott, über Maria“

Vor 75 Jahren ermordete die NS-Justiz die Mitglieder der Weißen Rose. Das Hinrichtungsprotokoll vermerkt als letzte Worte Hans Scholls: „Es lebe die Freiheit!“ Der Theologe Robert M. Zoske hat eine umfassende Biografie Scholls geschrieben, die ein eindrückliches Bild seiner Entwicklung zeichnet. Sie hilft zu verstehen, wie der bisexuelle, fromme Christ zum Widerstandskämpfer wurde.

der Freitag: Herr Zoske, in Ihrem Buch zeigt sich Hans Scholl als tiefreligiöser Mensch, was bisher kaum bekannt war. Wie erklären Sie sich das?

Robert M. Zoske: Ich habe die Aufgabe darin gesehen, Hans Scholl so zu schildern, wie er sich mir in seinen Schriften zeigt. Ich habe keine Zeitzeugen befragt, weil ich das für relativ unsicher halte, zumindest mit dem sehr großen zeitlichen Abstand, den sie jetzt zu…

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