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Eine trotzige Hoffnung

Im Dezember 1941, als Carry Ulreich mit ihrem Tagebuch beginnt, sind die Niederlande seit anderthalb Jahren besetzt. Die Altstadt von Rotterdam, wo sie mit ihrer älteren Schwester Rachel und den Eltern lebt, wurde bei einem Luftangriff zerstört, da war Carry gerade dreizehn Jahre alt. Einen Tag später kapitulierten die Niederlande.

Nun erscheinen ihre Kriegstagebücher erstmals auf Deutsch; sie erzählen von einem Leben im Versteck, vom Überleben im Krieg, aber auch aus dem Alltag einer Heranwachsenden, die nie die Hoffnung verliert. „Wer weiß, vielleicht ist ja bald Frieden.“ Sie schreibt auch als Gedächtnisstütze, um später vom Krieg erzählen zu können. Heute sagt sie: „Ich wünsche mir, dass dieses Buch von vielen Menschen gelesen wird, damit sie ihre Augen nicht vor dem Schlechten vers…

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