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„Ist doch nur Blabla!“

Lesen wir unverdrossen Romane, während uns die Welt um die Ohren fliegt? Kämpft die Gegenwartsliteratur mal wieder mit dem berühmten Relevanzproblem? Wie soll sich der Schriftsteller zum Horror der Gegenwart verhalten? Unsere Autorinnen jedenfalls schreiben, was sie wollen, Kunst kann unmöglich über jedes Stöckchen springen. Aber warum sollte sie auch?

der Freitag: Herr Schulze, schreiben Sie als dezidiert politischer Autor gerade den großen Trump-AfD-Roman, auf den jetzt alle warten?

Ingo Schulze: Was heißt schreiben, den hab ich schon fertig … Nein, aber das, was zu Trump und AfD geführt hat, spielt in meinem neuen Buch eine Rolle. Es ist der Versuch, unsere Selbstverständlichkeiten zu befragen. Denn was selbstverständlich ist, nimmt man als gegeben hin. Aber das ist ja ein historisch…

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