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Früher war’s mal so

Gregor Korff lebt allein, als Privatier, er hat viel Zeit. Man muss diesen Ich-Erzähler des neuen Romans von Jochen Schimmang nicht aus vorausgegangenen Büchern kennen, um Ausschnitte aus Korffs Vergangenheit zu verstehen. Er gehörte als junger Mann in den 68ern einer K-Gruppe an, bevor er sich wie viele aus seiner Generation mäßigte; er wurde Politikberater in Bonn. Nach dem Verlust seines Jobs nomadisierte er ein paar Jahre – und 2007 hat er sich mit Hilfe eines kleinen Vermögens in ein Zollhaus an der deutsch-niederländischen Grenze zurückgezogen. Dort kann er Schafe besehen oder lesen – und wenn es ihm zu einsam wird, fährt er los, in irgendeine Stadt, in der es tröstliche Kinos und Kneipen gibt; Gelegenheit also, zu reden oder einmal mehr zu schweigen.

Und dann? Gerät der 60-Jährig…

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