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Patriarchaler Täterschutz

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Illustration: Gabor Farkasch für der Freitag

Zuerst war da das Gefühl der Ohnmacht. Als Ella*, 28, Anfang Januar erfuhr, dass heimlich gemachte intime Aufnahmen von ihr im Internet kursieren könnten. Über Facebook wurde sie auf den Bericht der Journalistin Patrizia Schlosser aufmerksam, die mehr als ein Jahr zu voyeuristischen Aufnahmen recherchierte, welche auf dem Festival „Monas Rache“ entstanden waren, und schließlich zwei der zahlreichen Täter stellte. Einer war Teil der Festivalcrew und nutzte seine Stelle, um in den Toiletten auf dem Gelände eine winzige Kamera zu installieren. Die Aufnahmen tauschte, verkaufte und veröffentlichte er auf einer Pornoseite. Hunderte Menschen sind potenziell betroffen, laut den Recherchen primär Frauen. Eigentlich wollte Ella die Dokumentati…

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