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Frei zu gehen

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1968 konnte der Liberalismus noch als Schirm gedacht werden: Ralf Dahrendorf, Leibgarde

Foto: Fritz Reiss/dpa

Als 1990 der Kommunismus zusammenbrach, schrieb der Liberale Ralf Dahrendorf Briefe an einen polnischen Freund. Der Freund war in Sorge um die Zukunft: Was werde der Kapitalismus anrichten, welche Chancen habe die Demokratie? Dahrendorfs Antworten waren – bei allen „Freudentränen“ – nüchtern: Garantien gebe es keine und der „dritte Weg“ sei eine Illusion. Man solle sich hüten vor dem Glauben, es gebe so etwas „wie die Regierung des Volkes“. Entscheidend sei die Öffnung der Gesellschaften.

Knapp 30 Jahre später schreibt der polnischstämmige Politologe Jan Zielonka Briefe an seinen mittlerweile verstorbenen Mentor Dahrendorf. Die politischen Ideen, die 1989 triumphierten, …

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