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Fährt ein Russe durch Paris

Paris ist die Stadt, am Volant sitzt ein eigenwilliger Erzähler, er ist oft der einzige Nüchterne unter trunkenen Gestalten, Bewohnern von Halbwelten, solchen, die herabsinken in Wahn oder den Stand der Clochards. Poetische Beobachtungen stehen neben Selbstbefragungen und harschen Urteilen, bevor der Blick wieder zum Kaleidoskop zurückkehrt, das die oft nur skizzierten Figuren um den Nachtchauffeur zusammenfügen – viele wirken, als seien sie kaum unterschiedliche Personen, sondern Angehörige einer wimmelnden Gesamtheit, einer trägen, gleichzeitig gespannten Menge, die ohne einen Sinn zu ergeben, in den Blick des Erzählers rückt.

In jedem Moment können kaum vorhersehbare Bewegungen losbrechen, Grausamkeit und Niedertracht quellen auf, Alkohol beschleunigt den Niedergang, die Grundstimmun…

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