Loading

Die Sätze, ziellos

Emma Glass’ Debüt Peach ist im englischen Original eben erst erschienen, schlägt aber schon Wellen. Dazu gehört auch ein ordentlicher Entstehungsmythos. Ein Textentwurf soll schon ein paar Jahre in einer Schublade gelegen haben. Nach dem Studium in Kent ging die damals 21-jährige Glass jedoch zunächst zurück nach Wales, um dort als Intensivkrankenschwester auf einer Kinderstation zu arbeiten. Eines Tages seien die Sätze dann nur so aus ihr rausgefallen. Wenn man die rhythmisierte Prosa liest, weiß man sofort, was gemeint ist.

Der Roman beginnt mit einer Katastrophe. Peach wurde auf ihrem Heimweg überfallen und vergewaltigt. Zu Hause merkt niemand etwas. Die Eltern sind mit Peachs Babybruder und miteinander beschäftigt, Peach wünscht sich, mit dem Seifenschaum im Abfluss zu versinken.

De…

To read the full article / issue please login with your Freitag-ID. If you're not a subscriber of Freitag digital please choose one of our offers below.