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Sterben nach Vorschrift

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Staatsangelegenheit oder Privatsache? Die ärztlich assistierte Selbsttötung

Foto: IPON/imago

Autonomieverlust ist in einer Gesellschaft, die Unabhängigkeit zu ihren erstrebenswertesten Zielen erklärt, ein wenig beglückendes Szenario. Auf die Hilfe Fremder angewiesen zu sein, scheint dabei vielleicht noch erträglicher, als auf die unmittelbare Umgebung, der man sich und sein Leid nicht zumuten möchte. Dass in solchen Situationen bei manchen Betroffenen der Sterbewunsch überhandnimmt, der eigene Tod als der allein mögliche gangbare Ausweg erscheint, ist menschlich. Aber darf der Staat, dem es aufgegeben ist, das Leben zu schützen, dabei helfend die Hand reichen? Darf er bei einer Selbsttötung assistieren, indem er die tödlichen Medikamente liefert?

Die Richter des Leipziger Bundes…

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