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Eine Räuberpistole

Seit Journalisten immer öfter und mit wechselndem Glück Bücher schreiben, zeigt sich, dass die Zeitgeschichte ihre Domäne ist. Sie kennen die Archive ihrer Blätter. Sie können Fakten und Details so aufbereiten, dass die Lesenden nicht irregemacht werden. Sie können Frontlinien und Bündnisse bei den politischen oder gesellschaftlichen Protagonisten sichtbar machen, ohne weiterreichende Schlüsse mitliefern zu müssen. Zumal bei Letztgenanntem tun sich Historiker auf ihren Lehrstühlen schwerer, denn von ihnen wird – so glauben sie – genau das verlangt: die Deutung des Ganzen. Darum warten Historiker auch lieber ab, bevor sie zu Geschichtsschreibern werden. Wenn bis dahin die Bücher schreibenden Journalisten recht fleißig waren, tut das ihren Werken nur gut.

Der Welt-Journalist Robin Alexand…

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