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Vertraut der Jury

So viele Bücher! Jahrein, jahraus, wer will da den Überblick behalten? Leserinnen und Leser sind heutzutage – wahrscheinlich war’s immer schon so – auf Instanzen angewiesen, die ihnen helfen, aus der ungeheuren Menge an Gedrucktem, das die Buchbranche jedes Jahr auf sie loslässt, das herauszufischen, was man wirklich gelesen haben will. Weil es relevant ist, einen neuen Blick auf die Welt und die Gesellschaft, in der man lebt, erlaubt, weil es für Gesprächsstoff unter den Menschen, denen man sich nahe fühlt, sorgt. Oder einfach, weil es verdammt gute Bücher sind. Doch wo sind diese Instanzen, denen man vertrauen kann? Wer sagt mir, was zu lesen sich lohnt und was eher nicht?

Vertrauen heißt das Zauberwort. Der Soziologe Niklas Luhmann definierte Vertrauen einmal ein wenig technisch als „…

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