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Strahlende Geschäfte

Nachdem der Bundestag am 30. Juni 2011 den Atomausstieg beschlossen hatte, zählte die Presseagentur Reuters auf, wie bis 2022 ein Reaktor nach dem anderen abgeschaltet werden würde. Dann bilanzierte sie: „Die Kernenergie steht in Deutschland nun endgültig vor dem Aus“.

Tatsächlich macht ein in Teilen von der Bundesregierung kontrolliertes Unternehmen bis heute lukrative Profite mit dem Geschäft der Urananreicherung. Mehr noch: Es entzieht sich teils staatlicher Kontrolle, verstößt gegen den Geist des multilateralen Vertrags, auf dessen Grundlage es operieren soll, und riskiert obendrein, dass für die zivile Nutzung vorgesehenes Uran für militärische Zwecke eingesetzt wird.

Geklaute Blaupausen

Das Unternehmen, um welches es hier geht, heißt Urenco (kurz für Uranium Enrichment Company). Es g…

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