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Schale Rache

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Ob’s an der Optik liegt? Eribon haut öfter mit Schmackes daneben

Foto: Isolde Ohlbaum/laif

Kürzlich ist, wohl dank seines Erfolgs durch seine Rückkehr nach Reims hierzulande, ein Buch von Didier Eribon auf deutsch erschienen. Erstmals 1999 publiziert, wirkte es schon damals auf bedrückende Weise wie aus der Zeit gefallen. Damals starben HIV-infizierte schwule Männer wie die Fliegen. Es gab noch keine wirksame Standardtherapie. Die Gruppe Act Up entstand, über deren Kampf vor einigen Jahren der berührende Film 120 bpm bedrückend informierte. Die heutige Kombinationstherapie setzte sich erst ab dem Jahr 1996 durch. In dieser Zeit beginnt Eribon mit dem Buch, dessen Titel in der Übersetzung noch bizarrer als im Original klingt: Betrachtungen zur Schwulenfrage. Im Original heißt es …

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