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Leidensmann light

Die Crux ist, dass es durchaus Spaß macht, dem Schauspieler Lars Eidinger bei der Arbeit zuzuschauen, etwa als depressiv-genialer Wirtschaftsführer-Ödipus Alfred Nassen in der Serie Babylon Berlin oder als Nazi-Offizier in seinem neuen Film Persian Lessons. Sein politisches Koordinatensystem – es kommt glaubhaft humanistisch daher – ist irgendwie sympathisch eingenordet. Trotzdem nervt Eidinger, 44, so langsam. Es ist gar nicht leicht zu erklären, warum.

Okay, die Aktion mit seiner 550-Euro-Luxus-Aldi-Tüte von Star-Designer Philipp Bree war große Scheiße – er posierte vor Obdachlosen, um sein Schicki-Micki-Geschäft zu machen. Ein Ausrutscher? Gut gemeint, aber in die Hose gegangen? Man ist gewillt, ihm diese Geschmacklosigkeit zu verzeihen, denn in Wahrheit geht es Eidinger ja um Größere…

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