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Herrchen schweigt

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Der Freund, die Deutsche, die Dogge

Foto: Imago Images/imagebroker

Gegen Ende von Der Freund, einem Roman, der zugleich Dokument der Trauer und humorvolle Chronik des Zusammenlebens von Mensch und Hund ist, reflektiert die namenlose Erzählerin die Paradoxien der Erinnerung: „Letztlich zerstören Schreiben und Fotografieren mehr von der Vergangenheit, als sie bewahren. Es könnte also geschehen: Indem man über jemanden schreibt, den man verloren hat – oder auch nur viel über ihn spricht –, beerdigt man ihn endgültig.“ Der Versuch, etwas zu erhalten – in Wahrheit ein Akt der Auflösung? Nach dem Selbstmord eines engen Freundes nimmt sie, eine New Yorker Schriftstellerin und Dozentin, dessen riesigen Hund Apollo in ihrer Wohnung auf. Die alternde, trübe dreinblickende Dogge brauche sc…

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