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„Wir wuchsen isoliert auf“

Seit 1990 wird in vielen deutschen Städten der Black History Month gefeiert, um afrodeutsche Geschichte und Gegenwart zu würdigen. Marion Kraft war von Anfang an dabei. Mit der afrodeutschen Journalistin Bebero Lehmann spricht sie über Gemeinsames und Trennendes.

Bebero Lehmann: In den USA wird seit Mitte der 1970er Jahre alljährlich im Februar landesweit der Black History Month gefeiert. Warum war es euch wichtig, diesen Monat auch in Deutschland zu feiern?

Marion Kraft: Das war wichtig, um deutlich zu machen, dass Schwarz*sein und Deutschsein kein Widerspruch ist und Schwarze Menschen in Deutschland eine sehr lange Geschichte haben, die sich bis ins Mittelalter zurückverfolgen lässt. Für mich persönlich war das außerdem ein wichtiges Erlebnis, weil ich zu einer Generation Schwarzer Me…

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