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„Ich konnte Musiker werden oder Bandit“

Salif Keita, Malis berühmtester musikalischer Sohn, kehrt nach Hause zurück. „Ich gehe wieder aufs Land“, sagt er. „Ich war ein Bauernsohn und ich bleibe ein Bauernsohn. Jetzt werde ich anbauen.“ Was werden Sie anbauen? frage ich, nicht zum ersten Mal. Und wieder bekomme ich keine Antwort. Keita schließt die Augen und verstummt. Dann, wenn er seinen Mund öffnet, brechen ein paar Worte aus ihm hervor, seine Antworten wirken ziemlich gestelzt.

Ich befinde mich mit einem der größten musikalischen Talente, die der afrikanische Kontinent je hervorgebracht hat, in einer bescheidenen Hotelsuite im Norden von Paris. Keita, bekannt als die „goldene Stimme Afrikas“, kann auf eine Karriere von mehr als einem halben Jahrhundert zurückblicken.

Der mittlerweile fast 70-Jährige ist nicht nur für seine…

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