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„Nie zu Ende“

Polen hat mit einem Gesetz für Aufregung gesorgt, das die Behauptung polnischer Beteiligung an NS-Verbrechen unter Strafe stellt. Wie der Umgang mit dem Gestern besser gelingen kann in einem Land, das Opfer war und Täter kannte, zeigt Michal Jaskulskis Dokumentarfilm.

der Freitag: Ihr Film „Bogdans Reise“ berührt ein sensibles Thema – ein Pogrom im zwischen Krakau und Warschau gelegenen Kielce, bei dem 1946 mehr als 40 jüdische Holocaust-Überlebende getötet wurden. Warum ist es in Polen so schwierig, über bestimmte Kapitel der Vergangenheit zu sprechen?

Michal Jaskulski: Das Problem ist, dass wir nie eine Aufklärung hatten über den Holocaust und das, was danach kam. Wie unser Protagonist sagt: „In unserem Diskurs über Polen und Juden findet man keine Anteilnahme, keine Reue, keine Traue…

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