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Finger weg, Bärenklau!

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Christian Petzolds „Transit“, einer der beiden Kritikerfavoriten, ging leer aus

Foto: Marco Krüger/Schramm Film

Zeit war eine brüchige Kategorie im Wettbewerb dieser Filmfestspiele. Sie war dehnbar, ein Schwebezustand, der als Gegenwart nicht zu fassen ist. Die Geschichten spielten im Davor oder Danach. Der russische Beitrag Dovlatov versenkte seinen Blick in die repressive Periode der Sowjetunion zu Beginn der 1970er, die nonkonformistische Künstler als verlorene Zeit erleben. Das Paar in Las Herederas lebt von gestundeter Zeit, muss sein Erbe verkaufen, um den gewohnten bürgerlichen Lebensstil aufrechtzuerhalten.

Christian Petzolds Transit wiederum schillert klug zwischen Historie und Jetztzeit. Er überträgt Anna Seghers’ Flüchtlingsroman vom Marseille der deutschen Besatzung …

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