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Fast wie ein Roman

Der neue Roman von Peter Stamm ist überraschend anders und doch ganz Stamm, und was zunächst erstaunt, erweist sich als folgerichtig. Man kennt diese perfekte Mischung aus nüchternem Realismus und präzise gesetzten Leerstellen, mit der uns der Autor alle zwei, drei Jahre beglückte. Doch da öffnete sich ein Abgrund in Stamms letztem Roman Weit über das Land, der aber das eigentliche Zentrum des Textes bildete: Vielleicht ist alles nur Einbildung?

In Die sanfte Gleichgültigkeit der Welt wird die unauflösbare Verschränkung von Wirklichkeit und Fiktion nicht nur erzählerisch realisiert, sondern wird zugleich zum Thema eines grandiosen Romans. Damit kehrt der Schweizer zum großen Thema seines Debüts zurück, zum Verhältnis zwischen Leben und Literatur. Er habe tatsächlich Lust gehabt, wieder …

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