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Das Gespenst des Mississippi

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Der Roman spielt nach Hurrikan Katrina und wird vom Gespenst der großen Mississippi-Flut von 1929 heimgesucht

Foto: Mario Tama/Getty Images

Teenager Jojo findet sich an einem Ort voller Schmutz, Schlamm, Schleim und Blut wieder. Sein Großvater zeigt ihm, wie man eine Ziege schlachtet: ihr die Kehle aufschlitzt, den Magen öffnet, die Eingeweide entfernt. Dabei gibt das tote Tier schrecklich gurgelnde Laute von sich. Der Gestank ist „schlimmer als Schweinekot im Gesicht“. Bussarde schweben am Himmel. Schon bald muss Jojo sich übergeben. Kurz danach hat er Ziegenleber auf dem Teller.

Wenn sich das unheilvoll anhört, dann steht dies für das Unheil des schwarzen Amerikas. Jesmyn Wards rauer, beängstigender Roman ist das Porträt einer zerbrochenen Familie, die an der Golfküste Mississ…

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