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Wer wir sein sollten

Vor ein paar Jahren wurde mir ein Buch des Psychologen Boris Cyrulnik zugeschickt. Cyrulnik kam 1937 in Frankreich zur Welt, seine Eltern wurden in einem Konzentrationslager ermordet. Mit sieben Jahren trat Boris der Résistance bei und schmuggelte Botschaften über die feindlichen Linien. Das Buch trug den Titel Résilience. Man schickte es mir wegen meines eigenen Nachdenkens über traumatische Ereignisse und deren Einfluss; in The Devil That Danced on the Water hatte ich die Umstände des politischen Mords an meinem Vater 1975 in Sierra Leone nachgezeichnet, und mein Roman The Memory of Love (Ein Lied aus der Vergangenheit) spielt in der Zeit des darauffolgenden Bürgerkriegs. Ich las Résilience in einem Zug und mir schien jedes Wort wahr.

Als weltweit anerkannter Experte für posttraumatis…

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