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Viren werden in Quadrillionen gemessen

Es scheint, dass Biografien unbedingt dick und fett sein müssen, die Fallada-Biografie von Peter Walther umfasst über 500 Seiten. Die aber haben es in sich. Falladas Leben war über weite Strecken noch bewegter als seine nicht gerade schicksalskargen Romane, die in den vergangenen Jahren zu Recht eine weltweite Renaissance erfuhren. Peter Walther kann auf einen Fundus zwischen Tagebüchern und Krankenakten zurückgreifen, der es ihm erlaubt, diese Existenz zwischen Todessehnsucht und Lebensgier darzustellen.

Seit den quälenden Schultagen und dem im Totschlag endenden Selbstmordunternehmen 1911 nur mehr ein Schlingern durch Versagensängste und Versagen, Erfolg und Verspielen. Rauschmittel jedweder Art, mal viel, mal ganz viel. Antidot gesucht im rauschhaften Schreiben und dann in der Landwi…

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