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Quer zu den Fronten

In Deutschland ist ein einziges Buch von ihm übersetzt worden. In Frankreich gehört er mittlerweile zu den einflussreichsten Stimmen der Intellektuellenszene. Dabei entspricht der pensionierte Philosophielehrer so gar nicht dem Habitus des mondänen Geistesarbeiters: Jean-Claude Michéa versteckt seine Glatze meistens unter einer schwarzen Mütze und trägt Baggyhosen, lebt auf einem Bauernhof im menschenleeren Département Landes und meidet Journalisten wie die Pest. Aber er mischt die Karten der politischen Theorie neu und ist im Wahljahr 2017 in aller Munde. Ein Feuilletonjournalist des Figaro sprach sogar von einer Generation Michéa und teilte die französische Jugend in drei Gruppen ein: die Dschihadismusanwärter, die rechten Verfechter der „Identität“ und die Fangemeinde des Philosophen…

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