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Nestflucht nach Algier

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Kommt nicht gut im Wahlkampf: Vergangenheitsbewältigung

Foto: STR/AFP/Getty Images

Obwohl Frankreich und Algerien allein wegen der 130 Jahre währenden Kolonialzeit enge kulturelle, vor allem wirtschaftliche Kontakte unterhalten, gelten Besuche französischer Präsidenten in Algier noch immer als heikel. Der Grund: Die Ex-Kolonialmacht ist bis heute nicht bereit, sich offiziell für ihre Verbrechen aus der Zeit des Unabhängigkeitskrieges zwischen 1954 und 1962 zu entschuldigen. Das könnte sich ändern, sollte Emmanuel Macron das anstehende Präsidentenvotum gewinnen. Vorerst rollte man ihm in Algier den roten Teppich aus, als er dort Mitte Februar zu einem Besuch eintraf. Man könnte das als kühne Einmischung in den französischen Wahlkampf auslegen, zum Skandalon des Auftritts von Macr…

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