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Die nächste Terrorzelle

Als im Frühjahr 2015 der Plan bekannt wurde, rund 300 Bürgerkriegsflüchtlinge in einem leerstehenden Hotel im sächsischen Freital unterzubringen, erhob sich in der 40.000 Einwohner zählenden Kreisstadt südwestlich von Dresden wütender Protest. Ein rechter Mob gründete eine „Bürgerwehr Freital“, die Kundgebungen und Fackelmärsche organisierte. Sächsische Politiker, die in Bürgergesprächen die Lage in Freital beruhigen wollten, wurden begeifert und beleidigt. An Häuserwänden in der Stadt fanden sich Sprüche wie „Kein Heim. Sonst brennt es“.

Eine rechte Terrorgruppe, die ihre Mitglieder unter radikalen Kräften der Bürgerwehr rekrutierte, ließ den Worten Taten folgen. Die sogenannte „Gruppe Freital“ beging zwischen Ende Juli und Anfang November 2015 insgesamt fünf Terroranschläge, darunter …

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