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40 Jahre später

Niemand raschelt, niemand spricht. Gespannte Stille. Dicht gedrängt sitzen die Menschen in der Dunkelheit des Kinosaals der Kinemathek des Museums für Zeitgenössische Kunst in Teheran. Die Köpfe emporgereckt, gespannt auf das, was jetzt auf die Leinwand geworfen wird. 400 Menschen sind gekommen, um zu sehen, was ihnen 40 Jahre vorenthalten blieb.

Eröffnungsabend, erste Sequenz: Heinz Lieven ruft sein „Aufstehen“ als Prolog von Ordnung – als sei es programmatisch für diese Retrospektive, die Sohrab Shahid Saless gewidmet ist und die seit 20. Februar zehn Tage lang in Teheran stattfindet. Es ist keine Retrospektive mit Anspruch auf Vollständigkeit des Werks, sondern mit dem Ziel, das Unbekannte sichtbar zu machen: Filme von Saless, die zwischen 1974 und 1991 in Deutschland entstanden und …

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