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Der lange Weg zum Anti-Schindler


Am Anfang war ein Satz. Dann lud László Nemes die französische Autorin Clara Royer ein, an Sauls Sohn mitzuschreiben. Sieben Jahre später war das Drehbuch fertig.

Lange sah es auch so aus, als würde der Film des ungarischen Regisseurs in Frankreich gedreht und aus französischen Mitteln finanziert werden. Die ungarische Filmförderung befand sich im Umbruch. Als Nemes und Royer ihre Arbeit beendet hatten, unterstützte der ungari-sche Staat das Projekt mit 450 Millionen Forint (150.000 Euro). Das Casting gestaltete sich ebenfalls langwierig. Fast zwei Jahre dauerte es, bis der in New York lebende Budapester Dichter und Schauspieler Géza Röhrig für die Hauptrolle (Saul Auslän-der) gefunden war. Die Geschichte von Sauls Sohn basiert auf den Memoiren des rumänisch-ungarischen Holocaust-Überlebe…
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