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Reizüberströmung

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Ob du mich lieb hast, das weiß ich nicht: Marilyn Castonguay in „C’est comme ça que je t’aime“

Foto: Bertrand Calmeau

Was für ein Auftakt. Auf dem Rasen vor dem Haus liegt ein gelber Luftballon in der Sommersonne. Der Nachbar hebt ihn auf, geht durch die offen stehende Haustür, ruft und bekommt keine Antwort. Er durchquert Zimmer mit Party-Deko und leeren Flaschen, geht hinaus in den Garten, wo auf einem Tisch mit Essensresten aus einem Radio eine bombastische Schnulze schallt, und er, die ganze Sequenz ohne einen Schnitt, an den Campingstühlen vorbei schließlich am Pool ankommt und erstarrt: Im dunkelrotem Wasser schwimmen vier nackte Leichen. Dazu in knallgelben, runden Siebziger-Jahre-Lettern der Titel: C’est comme ça que je t’aime.

Die franko-kanadische Serie, benannt nach de…

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