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Der Papst hat sich geoutet

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Ernste Frage: Wie kann eine Kirche, die so geführt wird, noch immer so viel Einfluss auf so viele Menschen haben?

Foto: Andrew Medichin/Pool/AFP

Nur männliche Diakone, nur sexuell enthaltsame Männer als Priester. Mit seinem „nachsynodalen Schreiben“ hat der Papst sich geoutet. Er galt doch als der große Reformer, manchen gar als Revolutionär, auch wegen seiner klaren Kritik am Kapitalismus. Aber nun stellt sich heraus, dass er ganz in der Tradition der konservativen Päpste schon seit dem Ersten Vatikanischen Konzil steht.

Das war 1869 von Papst Pius IX. einberufen worden, der wie Franziskus als progressiv gegolten hatte, nun aber seine Unfehlbarkeit beschließen ließ, ein Rückfall noch hinter das Mittelalter. Sein Ziel, erklärte er, sei die Abwehr moderner Irrtümer. Er wies etwa d…

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