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Schwer zu sagen

Als Jeffrey Eugenides vor anderthalb Jahrzehnten für seinen Roman Middlesex den Pulitzer-Preis erhielt, war er umgehend das Lieblingskind des deutschen Feuilletons. Kein Wunder, lebte der 1960 in einem wohlhabenden Detroiter Vorort geborene Eugenides damals doch mit einem DAAD-Stipendium für einige Jahre in Berlin-Schöneberg, wo man ihm auch auf Spaziergängen und beim Joggen über den Weg laufen konnte.

Dass die Rahmenhandlung seines preisgekrönten sozial-, geschlechter-, migrations-, geschichtskritischen und einfach geil erzählten Romans in Berlin angesiedelt ist, adelte die damals noch heftig um internationale Anerkennung und Hipness ringende Stadt regelrecht. In Eugenides’ Erzählband Das große Experiment taucht auch einmal Berlin als temporärer Lebensort eines amerikanischen Akademike…

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