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Roman Nr. 2

Frau Doktor Merkel habe ihm versichert, für Günter Kunert könne er sie auch eine halbe Stunde warten lassen, sagt Ministerpräsident Daniel Günther. Das erheitert das reichlich grau melierte Publikum in der schleswig-holsteinischen Landesvertretung in Berlin sichtlich.

Die Story, die die zahlreichen Gäste gleich hören werden, ist gut. „Eine merkwürdige, aber nicht besonders aufregende Geschichte“ nennt Günter Kunert sie bescheiden. Der Schriftsteller und Maler ist schon fast 90, als er in seinem Archiv ein Manuskript findet, das er in den Jahren 1974/75 verfasst hat. Kunert lebte da in der DDR. 1979 ließ sich er sich in der Nähe des schleswig-holsteinischen Itzehoe nieder. Deshalb ist er heute Abend auch hier, um im Gespräch mit dem Autor Ingo Schulze sein neues Buch vorzustellen. Es ist…

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