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Männer weinen nicht

Schlappschwanz, schreit sie ihn an. Dann tritt sie gegen sein Schienbein. Manchmal, wenn sich Franz und Johanna streiten, kennt Johannas Wut keine Grenzen. Dann hat sie ihre Fäuste nicht im Griff, und auch ihre nicht ihre Füße. Sie kratzt, sie tritt, sie brüllt herum. Franz kennt das, aber er ist zu schwach, sich dagegen zu wehren. Am Ende wird er Blutergüsse haben, manchmal auch Platzwunden.

Dieses Paar, dessen Namen geändert sind, ist nicht das einzige, das mit Partnerschaftsgewalt zu tun hat. Jede vierte Frau in Deutschland erlebt laut einer Studie des Familienministeriums mindestens einmal in ihrem Leben physische und psychische Gewalt. Schätzungen sprechen von etwa 20 Prozent männlicher Opfer, repräsentative Statistiken zu häuslicher Gewalt gegen Männer gibt es kaum.

Die Scham unte…

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