Loading

Wieder nur hoffen

Nachts plagen Yasin Albträume. Er träumt, nach Tunesien abgeschoben und von seiner Familie verfolgt zu werden. Wenn er aufwacht, ist er verwirrt und fühlt sich verloren. „Bin ich in Tunesien oder Deutschland?“, fragt er sich dann und läuft zum Fenster, um sich zu vergewissern. Erst wenn er merkt, dass er noch in Deutschland ist, beruhigt er sich.

Yasin trägt eine große Last, er fühlt sich für die Situation verantwortlich. Seine sexuelle Orientierung zwang ihn, seine Frau und die gemeinsamen Kinder zur Flucht. Als sein Bruder erfuhr, dass er außerhalb der Ehe Beziehungen zu Männern unterhielt, versuchte er ihn umzubringen. Yasin konnte entkommen und tauchte unter, doch sein Bruder suchte ihn. Mit zwei Freunden ging er zu Yasin nach Hause, traf dort aber nur dessen Ehefrau an. Als sie sic…

To read the full article / issue please login with your Freitag-ID. If you're not a subscriber of Freitag digital please choose one of our offers below.