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Sich selbst ergründen

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Mit „Unsichtbarer Tinte“ beschreibt Patrick Modiano die Suche nach Noёlle: In einer Pariser Detektei ist der Ich-Erzähler einst mit der Suche nach einer jungen Frau betraut worden, die von einem Tag auf den anderen verschwunden war

Foto: Edward Miller/Hulton Archive/Getty Images

Jemand ist verschwunden und soll gefunden werden – ein literarisches Motiv, das fast schon zum Klischee geworden ist. Bei Patrick Modiano aber entfaltet es einen solchen Sog, dass man seine Bücher nicht aus der Hand legen kann. Weil der Ich-Erzähler so ganz und gar in seiner Suche aufgeht, keine Mühen scheut, die einzelnen Puzzlesteinchen eines Schicksals zu finden und schließlich zusammenzusetzen, wird man angesteckt von seiner Atemlosigkeit, mit der Verheißung, ein Geheimnis zu ergründen.

Atemlosigkeit …

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