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„Musik ist nie unpolitisch“

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Im ersten Lockdown setzte sich Levit täglich ans Klavier und spielte live auf Twitter

Foto: Daniel Hofer/laif

Musik sei wie tönende Luft, mit diesem schönen Satz zitiert Igor Levit im Salon-Gespräch mit Jakob Augstein den von ihm sehr geschätzten Komponisten Ferruccio Busoni (1866 – 1924). Als es im ersten Lockdown nicht nur in den Konzerthäusern beklemmend still wurde, setzte Levit sich Abend für Abend um 19 Uhr zu Hause an den Flügel und übertrug sein Spiel live auf Twitter. Für diese besondere Form der Corona-Hilfe und sein Engagement gegen Antisemitismus bekam er das Bundesverdienstkreuz verliehen.

Jakob Augstein: Igor, spielst du wieder auf Twitter?

Igor Levit: Hin und wieder. Für Konzerte fehlt mir ehrlich gesagt die Kraft.

Aber damals haben sie dir Kraft gegeben.

Ja, so war e…

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