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Genug gelebt?

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Foto: Jeff J. Mitchell/Getty Images

Von einem „Paradigmenwechsel“ und einer „epochalen Abkehr“ vom gängigen Recht war die Rede, als der Zweite Senat des Bundesverfassungsgerichts vergangenen Februar das 2015 verabschiedete Sterbehilfegesetz kippte. Es war überhaupt das erste Gesetz hierzulande, das Sterbehilfe regelte, und notwendig geworden, weil der Sterbehilfeverein des ehemaligen Hamburger Senators Roger Kusch verdächtigt wurde, ein Geschäft mit dem Tod zu machen.

Dieser Weg steht nun wieder frei, denn die Richter haben dem Selbstbestimmungsrecht in Sachen Suizid einen so großen Entfaltungsspielraum eingeräumt, dass sie dabei nicht mehr berücksichtigen, ob die Sterbewilligen tatsächlich todkrank sind und aus dem Leben gehen wollen oder sich jung für den Tod entscheiden. Grund…

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