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Redefreiheit für die Wut

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Der Schriftsteller Jens Wonneberger

Foto: Christine Starke

Aus Beschreibungen wie diesen steigt ein Tag auf: „Der Nebel hatte Perlen an die Fäden der Spinnen gereiht, und dann fing alles zu triefen an, es tropfte von den Zweigen ...“ Eine bemerkenswerte Erzählgabe, so tief ins Sichtbare einzudringen, bis das Unsichtbare hervortritt. Mission Pflaumenbaum heißt der nunmehr achte Roman von Jens Wonneberger. Der in der Nähe von Dresden geborene Autor, dessen Erzählweise mit der des jungen Wilhelm Genazino verglichen wurde, ist ein stiller. Mit keinem Roman hat er bisher den Durchbruch geschafft. Mission Pflaumenbaum wird dieses Gesetz vermutlich nicht umstoßen. Man muss es für den bald 60-Jährigen bedauern.

Ist man als Leser abgetaucht in die Beschreibungen und eingetaucht in den Erz…

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