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Was für ein toller Blödsinn

Seit einigen Jahren gehe ich nicht mehr oft ins Theater. Der Grund ist, dass so wenig von den Besuchen bleibt. Ganz gleich, ob man sich ärgern musste, belustigt, ergriffen oder gerührt gewesen ist – nur kurze Zeit nachdem sich die Tore hinter einem schließen, ist das weg, runtergespült mit dem ersten Bier. Am nächsten Tag bereits fällt es schon schwer, sich an den Titel zu erinnern – so wie das Chemnitzer Stück Soll mir lieber Goya den Schlaf rauben als irgendein Arschloch.

Aber ist das so schlimm? Das Theater hat es nicht leicht. Der Film läuft ihm, was Breite und Komplexität der Handlung, Zahl der Charaktere und die Möglichkeiten ihrer Inszenierung angeht, längst den Rang ab; immer anspruchsvollere Computerspiele verwischen die Grenze zwischen Produzent und Konsument gründlicher, als …

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