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Bekannt wurde er für ein Fehlurteil. In Das Ende der Geschichte (1992) behauptete Francis Fukuyama, mit der Niederlage des Kommunismus würde liberale Demokratie nie wieder ernsthaft in Frage gestellt werden. Sie könne besser als jedes System unsere Bedürfnisse nach Gleichheit und Anerkennung befriedigen. So war der optimistische Zeitgeist der frühen 1990er. Der ist passé.

Die globale Welle der Demokratisierung ist einer autoritären Ebbe gewichen. Russland und China erteilen universalistischen Ansprüchen immer selbstbewusster eine Absage. Was schiefging, versucht Fukuyama jetzt in Identität. Wie der Verlust der Würde unsere Demokratie gefährdet, zu beantworten – einem Buch, das er ohne die Wahl Donald Trumps zum US-Präsidenten nicht geschrieben hätte, wie er gleich zu Beginn betont.

Die …

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