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Brüllen musst du

Györgi Dragomán – schwarze Stiefelletten, schwarze Jeans, schwarzer Rollkragenpullover, die dunklen Haare kurz und mit viel Grau – legt die Ellenbogen auf dem Tisch ab, zieht die Schultern zusammen, man könnte meinen, er ducke sich in die Antwort, beide Hände in die Höhe. Wir unterhalten uns schon eine Weile über dystopische Aspekte. Fragen von Macht in seinen Erzählungen. Darüber, wie er von kleinen Dingen, einzelnen Ereignissen, einer Stimmung ausgeht, manchmal von dort, ohne eigentlich dazu aufgebrochen zu sein, beim Roman landet. Dragomán, das lässt die vergangene Dreiviertelstunde vermuten, ist niemand, der seine Fröhlichkeit zu schnell freigibt. Jetzt fliegen die Hände nach vorn, „das“, sagt er mit einem feinen Lächeln, „ist so optimistisch, wie ich eben sein kann“.

„Das“ sind Dru…

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