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Stadt als Brache

Natürlich muss der Witz kommen, Kurator Thomas Weski lässt ihn nach einer knappen Stunde auf dem Podium neben Chris Dercon locker fallen: „Waffenruhe“ stehe ja jetzt auch über der Volksbühne, sei also programmatisch. Tatsächlich, an der Stirnseite der Volksbühne leuchtet die Überschrift, weil sie den Bilderzyklus von Michael Schmidt in Anlehnung an dessen Ausstellung im Gropius-Bau von 1987 (damals von der Berlinischen Galerie bespielt) groß auf die Fassade projizieren: 41 Minuten Fotografien, dazu 14 Sätze, die Einar Schleef noch ausgewählt hat, jeden Abend nach Sonnenuntergang. Und wenn da „Waffenruhe“ steht, ist das auch deshalb witzig, weil Intendant Chris Dercon – kann man Auswärtigen oder denen, die zwei Jahre verschliefen, durchaus noch einmal erzählen – mit heftiger Ranküne empf…

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