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Die DDR-Kirche hat es gar nicht gegeben

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Anders als die katholischen haben die evangelischen Kirchen in der DDR ihre Türen weit geöffnet für die Mühseligen und Beladenen – für Behinderte, Punks, „Gammler“, Homosexuelle und nicht zuletzt für die Ausreisewilligen

Foto: HärtelPRESS/IMAGO

In Ostdeutschland ist die Kirche heute vielerorts nur noch ein Gerücht, dabei war sie früher mal von einem Nimbus umgeben. In der DDR galt das Studienfach Theologie als etwas Exotisches, die Pastorengehälter lagen weit unter denen der Facharbeiter. Pfarrern wurden per se Eigenschaften wie Integrität und Unbestechlichkeit zugeschrieben, noch dazu Sozialkompetenz in allen Belangen. Auf dem Heiratsmarkt waren sie heiß begehrt. Evangelische Prediger durften mit ihren Familien ausreisen, wann und wohin sie wollten; der DDR-Wirtschaft entstand …

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