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1991: Rausch der Bilder

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Wie ein Conférencier führte der CNN-Vorposten durchs Geschehen

Foto: Andrew Taylor/Fairfax Media/Getty Images

Wird in den USA die Geschichte des Indochina-krieges (1965 – 1975) resümiert, kann eine Dolchstoßlegende anklingen. Dies geschieht häufig dann, wenn die Frage lautet, wer hat die unverdiente Niederlage einer auf den Schlachtfeldern Südvietnams und Kambodschas unbesiegten US-Armee zu verantworten? Und die Antwort zu hören ist, die Schuld am erzwungenen Abzug von zuletzt über 550.000 US-Soldaten in den Jahren 1972/73 sei vorrangig zwei Akteuren anzulasten. Ganz besonders der Antikriegsbewegung im eigenen Land. Sie habe durch Defätismus und unpatriotisches Verhalten den politischen Rückhalt für die kämpfende Truppe ebenso ruiniert wie sich am moralischen Kredit für die Stre…

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