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Ansporn-Pop

Die Welt staunte nicht schlecht, als Kim Jong-un kürzlich statt einer Rakete ein Entspannungssignal in die Sphäre schickte. Im Vorfeld der Olympischen Spiele kündigte er unter anderem die Entsendung von Cheerleadern und Musikern der 140-köpfigen Künstlergruppe Samjiyon Band nach Pyeongchang an. Auch über einen Auftritt der Girlgroup Moranbong Band wurde gemutmaßt, weil deren Bandleaderin Hyon Song-wol zur nordkoreanischen Delegation für die Vorabverhandlungen zählte.

Cheerleader und Girlbands passen nicht ins Klischeebild vom Propagandawesen im Kim-Reich. Tatsächlich sind sie aber Teil der nordkoreanischen Popkultur, wenn man sie so bezeichnen will. Der Kult um Führer, Partei, Armee und sozialistischen Aufbau wird von Musik und Beschallung aller Art im öffentlichen Raum begleitet. So gi…

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