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Wegen der Musik

Wenn sie heute, hier auf Kuba, erzählen, wie sie sich vor Jahren kennengelernt haben, dann müssen die 92-jährige Esther Bejarano und der nicht einmal halb so alte Kutlu Yurtseven lachen. „‚Hallo, Kutlu von der Microphone Mafia hier‘, sagte die Stimme am Telefon“, erzählt Bejarano. „Die Mafia?! Da war ich entsetzt, dachte: Was will denn die Mafia von mir?“

Der Kölner Musiker Yurtseven erklärte der Sängerin und Auschwitz-Überlebenden Bejarano, dass die Microphone Mafia eine antifaschistische Hip-Hop-Band sei. „Die einzige Mafia, die die Welt braucht“, wie es in einer Selbstbeschreibung der Gruppe heißt. Von ein paar Teenagern 1989 in Köln-Flittard gegründet, wurde die Gruppe bald europaweit mit ihrem Rap gegen Rassismus und rechte Gewalt bekannt. Yurtseven schlug Bejarano eine Zusammenarb…

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